Dehnbar – Wie flexibel sollte ein Corporate Design sein?

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Für die Markenwiedererkennung ist ein stringentes Corporate Design Pflicht. Ich bin ein großer Verfechter von festen CD-Regeln, doch sollte bei all den Rahmenbedingungen ein gewisses Maß an Flexibilität beibehalten werden.

Ein gutes CD spielt mit der Couleur der Bilder und der Grafikelemente. In einigen seltenen Fällen kann sogar ein Typowechsel den festen Charakter nicht zerstören und ihn sogar unterstützen. Egal, ob in der Broschüre, der Internetseite oder den Werbemitteln – eindeutig lässt das CD einen Rückschluss auf das Unternehmen zu. Ein festes Design ist also eine Basis für die Markenbildung.

 

Free the Design(er)!

Nun plädieren immer mehr Grafiker dafür, dass CDs flexibler werden müssen. Sicherlich ist es schön, wenn jeder Designer so seinen eigenen Stil im CD verankern kann, doch ist dies auch förderlich für die Marke? Die Gefahr, dass das Design irgendwann auseinanderbricht, ist da. Die grafische Identität wackelt.

 

Ein Design, nah am Zeitgeschehen

Die heutige Konsumgesellschaft ist so elastisch, wie noch nie. Unternehmen müssen immer schneller auf aktuelle Geschehnisse reagieren, Ihre Produkte und Dienstleistungen anpassen. Ein an Ereignisse, nicht an den Designer, angepasstes Design halte ich daher für zeitgemäßer und richtig. Ein Unternehmen, das sein Äußeres an das aktuelle Zeitgeschehen anpasst, drückt Interesse, Verantwortung und Offenheit aus. Der Rahmen des CD sollte jedoch nach wie vor durch das Manual gegeben sein, damit die Bildsprache, die Spannungen usw. im Sinne der Marke erhalten bleiben. So ein Manual sollte jedoch nicht zur Zwangsjacke werden, es geht vielmehr darum, dass das Prinzip hinter dem Design verstanden werden sollte und entsprechend weitergeführt wird.

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