Emution – Mut zur emotionalen Intelligenz

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„Was nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?“, fragte Daniel Golemann in den 90ern in seinem Buch „EQ. Emotionale Intelligenz“. In dieser Zeit wurden Mitgefühl und Empathie im Bereich des Managements erstmals salonfähig und versuchten sich zunehmend durchzusetzen.

Arbeiten wir in einer emotionalen Welt?

Doch hat dieser Gedanke seinen Weg gefunden? Wo versteckt sich die Emotionalität heute in den Unternehmen? Wer traut sich, wirklich emotional zu sein? Und das vielleicht noch in der Führungsebene? Weinen, Lachen, Freude, Trauer, Mitgefühl … Nein, heutzutage stehen Informationen und Professionalität im Vordergrund. Jeder möchte sein Gesicht wahren und ist sich selbst dabei am Nächsten.

Viele denken immer noch, dass die emotionale Intelligenz im Firmenalltag nichts zu suchen hat. Ich sehe das etwas anders: Wer seine Kunden emotional erreichen möchte, sollte dies auch innerbetrieblich leben. Dazu gehört das Zulassen von Gefühlen, um diese effektiv für die Arbeit zu nutzen.

 

Wagen wir einen Blick in den Supermarkt

Mal ehrlich, hat uns das „Heimkommen“-Video von Edeka zum letzten Weihnachtsfest, in dem ein älterer Herr seine Familie durch eine Traueranzeige ins Haus lockte, nicht allen einen riesigen Brocken im Hals stecken lassen? Wir fühlten mit und am Ende des Spots folgten auf den Gänsehautmoment einige Tränen. Zu Recht wurde dieser Film mit diversen Preisen ausgezeichnet.

Denn was zeigt dieser Film? Ehrliche, ernstgemeinte und verständliche Gefühle. Und diese gehören natürlich auch genau an diese Stelle: in die Story der Werbung.

 

Durch Emotionen zu mehr Kreativität und Kundennähe

Das Management, die Mitarbeiter und insbesondere die Führungskräfte sollten ihrer Kompetenz im Umgang mit Gefühlen am Arbeitsplatz daher neuen Raum zusprechen. Denn dieser Raum öffnet die Türen für das Einfühlungsvermögen und die Kreativität der Mitarbeiter. Egal ob im Marketing oder Vertrieb – gelebte Emotionalität führt letztendlich zu ehrlicher Kundennähe und Vertrauen, denn es lässt den Mitarbeiter sensibler und offener werden.

Die Kunst des Marketings liegt nun darin, das emotionale Bedürfnis des Kunden zu sehen, zu verstehen und ihn mit angemessenen Gefühlen und Zuversicht anzustecken. Wir sollten also offen bleiben, und uns auch im Arbeitsalltag darin üben, aufmerksam auf Gefühle zu reagieren.

 

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