MaMa-Marketing – Was wir von unseren Kindern lernen können.

Posted on Posted in Konzept

So, wie wir unsere Kinder mit „Backe, backe, Kuchen…“, „Hoppe, hoppe Reiter…“ beschallen, so bombardiert auch uns die Werbung. Jedoch mit einem Unterschied: Kinder merken sich die rhythmischen Reime, die wir Ihnen vorsingen ein Leben lang. Aber nur wenige Werbeslogans bleiben bei uns ein Leben lang im Gedächtnis – woran liegt’s?

Ständige Wiederholungen eingängiger, melodischer Slogans/Reime „…der Bäcker hat gerufen…“ in Verbindung mit kleinen Spielen – so lernen unsere Kinder am besten und haben auch noch Spaß dabei.

Ich muss unsere Tochter nur auf den Schoß nehmen und mit den Beinen wippen, schon schaltet ihr kleines Gehirn und es fliegt förmlich aus ihr heraus „… wenn er fällt, dann schreit er.“. Großartig! Aus Marketing-Sicht eine perfekt funktionierende Werbebotschaft!

 

Ebenso funktionieren Bilderbücher, Laute und Geräusche. Beim Lesen und Hören von Geschichten sammeln Kinder Erfahrungen. Das kindliche Gehirn macht nämlich kaum einen Unterschied, ob es die Erfahrung selbst gemacht, oder nur davon gehört hat. Beim Singen und Spielen ist in der Regel auch der Grad der emotionalen Zuwendung recht hoch, welches die Wirkung noch weiter unterstützt. Es geht hier also auch darum die Emotionen einer Geschichte oder des Spiels authentisch zu vermitteln, damit diese vom Kind optimal verarbeitet und verstanden werden können. Durch eine zielgerichtete Sprache begeben sich Eltern auf eine altersentsprechende Ebene. Und nun schwenke ich mal direkt zu Ihnen – wann haben Sie sich das letzte Mal so intensiv auf die Ebene Ihres Kunden begeben?

Ziel ist die Bindungsförderung zwischen Eltern und Kind – zwischen Firma und Kunde.

Wir holen unsere Kinder mit Texten, Melodien und Bewegungen an Ihrem derzeitigen Entwicklungsstand ab und regen dadurch eine Menge Sinne an, die sie gerne und aus sich selbst heraus verarbeiten.

Ein Beispiel:
Wie würden Sie Ihrem Kind die Farben erklären? Naheliegend: Rot wie die Tomate, Grün, wie der Baum, Gelb wie die Sonne…

Sind Sie auch so sensibel und „einfach“ in Ihrer Sprache mit den Kunden? Kinder verstehen mit den oben genannten Beispielen im Handumdrehen, was Sie meinen. Versteht Sie Ihr Kunde auch so schnell?

 

„Lieber Kunde – Ene, mene mu!“

Nein, bitte nicht. Unsere Kindersprache ist geprägt von herrlich unsinnigen Reimen „Ene, mene, mu, und raus bist du!“. Einen tiefen Sinn suchen wir hier lange. Trotzdem verstehen Kinder die Botschaft dahinter. Denn es klingt harmonisch im Ohr und macht Spaß. Wir sollten uns also Gedanken über ein zielgruppendefiniertes Texten machen. Hinzukommen die wichtigen Faktoren Reduktion und Fokussierung sowie Abstraktion. Einprägsam sollten unsere Werbebotschaften sei, markenbezogen, assoziativ! Können wir unsere Aussagen evtl. sogar mit Bewegungen untermauern? Das müssen keine Handbewegungen, es können auch digitale Bewegungen sein. Haben wir eine Rhythmik in der Werbesprache?

 

Wenn wir im Gedächtnis unserer Kunden bleiben wollen, sollten wir öfter mal den Blick zu unseren Kindern wagen – von ihnen können wir so viel lernen!

Fangen Sie gleich an!

Wie lautet Ihre konkrete Werbebotschaft? Was wollen Sie sagen? …Haben Sie schon? – Super, das war ja einfach.
Nun beginnen Sie diese Botschaft zu abstrahieren. Bringen Sie Schwung in das Ganze. Überlegen Sie sich einen Rhythmus. Welche Farben und Formen sehen Sie? Denken Sie einfach! Spinnen Sie herum. Legen Sie Ihre Idee beiseite und schauen Sie morgen noch einmal darauf. Was würde wohl ihr Kind zu Ihrer Botschaft sagen? Könnte sich Ihr Kind diese merken? Ist sie einzigartig? Macht sie Spaß?

Viel Spaß beim Querdenken ;-)!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.