Image und Markenbildung

Fein gestrickt – Wie sieht es eigentlich mit Ihrem Image aus?

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Das Thema Markenidentität ist ein unheimlich spannender Bereich, mit dem ich mich seit mehreren Jahren beschäftige. Eine der Herausforderungen in der heutigen Werbewelt ist sicherlich, dass Konsumenten anders mit Marken umgehen, als noch vor einigen Jahren. Sie sind wissender, autonomer und selbstbewusster – sie lassen sich von klassischer und offensichtlicher Above-the-line-Werbung nicht mehr fangen, selektieren selbst und vergleichen innerhalb von Sekunden das eine mit dem anderen Produkt.

Was ist also der entscheidende Faktor, wenn es um die Kaufentscheidung geht? Im Endeffekt sind unsere Produkte heute doch alle austauschbar, alles kann schnell nachgemacht werden. Am Ende entscheidet daher die Marke! Denn die impliziten Botschaften, die eine Marke aussendet, sind nicht so einfach zu kopieren, wie Produkt- oder Dienstleistungsmerkmale. Ohne Marke entscheidet letztendlich nur der Preis. Und diesem Kampf wollen wir uns nicht stellen!

 

Plötzliche rücken also keine Produktmerkmale mehr in den Vordergrund, sondern das Markenimage an sich.

Hups, Image? Ja, da war doch was… Wie sieht es eigentlich mit Ihrem Image aus?

Haben Sie schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht? Es geht nicht darum, dass es ja mal ganz schön wäre, eine Marke aufzubauen. Denn das ist eine der wichtigsten und elementarsten Aufgaben, der Sie sich als Unternehmen/Marketingverantwortliche widmen sollten!

 

Ein Image? Nicht für unsere kleine Firma.

Ein Markenimage ist nicht nur etwas für große Konzerne. Insbesondere der Mittelstand kann sich auf diese Weise den entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern! Denn Ihre Kunden kaufen Ihr Produkt nicht aufgrund der überzeugenden Eigenschaften. Sie kaufen Ihr Produkt, weil sie Ihrer Marke vertrauen!

 

Und wo bleibt der ROI?

Die Problematik ist, dass sich der letztendlich Erfolg von Marken wirklich schwer messen lässt. Ziehen wir das Mittel der Marktforschung heran, um z. B. die Kaufentscheidung bei einem Schuh zu messen, so werden die Probanden sicherlich darauf eingehen, dass der gewählte Schuh ja um so vieles bequemer und viel schicker sei, als das Alternativprodukt. Wer aber wird ernsthaft sagen, dass er sich nur aufgrund der Marke für dieses Modell entschieden hat? Wohl die Wenigsten, da dies unterbewusst abläuft. Wäre der alternative Schuh die optisch bessere Wahl, wie wäre dann das Ergebnis ausgefallen? Es ist also schwierig den „Wert“ einer Marke zu messen. Ihre Wirkung stellt sich eher indirekt dar, was ihre Wichtigkeit jedoch in keinster Weise schmälert. Denn das unbewusste Handeln unserer Kunden ist entscheidend.

 

In der Außendarstellung sollten wir darauf achten, die Marke nicht hinter unseren Produkten zu verstecken. Die Stimmung, die Sie mit Ihrer Werbung erzielen, ist viel wichtiger, als ein optimal abgebildetes Portfolio. Es gilt anders zu sein. Aufzufallen. Authentisch zu sein. Denn wann und wie urteilen wir? Nicht erst, wenn wir die Produktvorteile zu Ende gelesen haben? Nein, die Entscheidung ob top oder flopp fällt viel früher, innerhalb weniger Sekunden.

 

Was macht nun eine Marke erfolgreich?

Es ist die Kontinuität. Nur, wer langfristig im Kopf seines Kunden ein stringentes Image festigt, kann langfristige Beziehungen ernten.

Die Arbeit an der Marke und das feine Herausarbeiten der identitätstiftenden Eigenschaften brauchen Zeit und Muße. Oftmals empfiehlt es sich zu diesem Zweck mit den Gründern und langjährigen Mitarbeitern zu sprechen, ebenso jedoch einen außenstehenden Experten hinzuzuholen, der die Betriebsblindheit aufbricht. Auf diese Weise lässt sich der Kern Ihres Unternehmens herausarbeiten und in einem fassbaren Image nach außen präsentieren.

Was nun folgt, sind Guidelines und die enge Zusammenarbeit zwischen dem Marketing und der Werbung, sodass das Image in der täglichen Werbeumsetzung sein Gesicht behält.

 

Lassen Sie uns mit dem Stricken beginnen – es ist alles vorhanden.

Zeigen Sie Ihr Gesicht, zeigen Sie Ihr Image!

 

 

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